Herzlich Willkommen bei der
Frankenbundgruppe Baunach
Frankenbund Baunach e.V.
Arbeitskreis Stufenburg
Aus aktuellem Grund möchte der Arbeitskreis „Stufenburg“ der Frankenbundgruppe Baunach, sich
vorstellen und gleichzeitig die Bevölkerung informieren.
Im Jahr 2002 hatte Peter Limpert die Idee, dass man sich dem Erhalt und der weiteren Erforschung der
Stufenburg annehmen sollte. Es fanden sich in den darauffolgenden Jahren etwa zehn Personen
zusammen, die sich dieser Idee verschrieben und daran arbeiteten.
Am 18.04.2008 schloss sich diese Gruppe dem Frankenbund Baunach an, auch deshalb, weil man
keinen eigenen und weiteren Verein gründen wollte und die Zielsetzung des Frankenbundes,
„Fränkische Geschichte, Kunst und Kultur“, diesen Aufgabenbereich abdeckt.
In der Folge wurde am 10.09.2011 ein Auftrag an ein privates Archäologieunternehmen zur
Durchführung eines Laserscanverfahrens zur Erfassung, Einmessung und elektronischen
Archivierung der Stufenburgreste durchgeführt. Zu erwähnen ist aber auch, dass diese Arbeiten von
der Denkmalpflege in Schloss Seehof unterstützt und finanziell bezuschusst wurden. Auch die
Arbeitsgruppe hat finanzielle Mittel und Arbeitskraft zur Umsetzung der Arbeiten beigetragen.
Der Lehrstuhl für Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit der Universität Bamberg führte im
März 2014 eine Vermessungs- und Dokumentationsübung im Rahmen der praktischen
Studentenausbildung durch. Die Denkmaltopografie wurde hierbei tachymetrisch dreidimensional
vermessen mit dem Ziel, dass am Ende als Ergebnis eine möglichst naturgetreue Rekonstruktion der
Stufenburg erstellt werden kann.
Seit diesem Zeitpunkt hat sich die Arbeitsgruppe Stufenburg sehr stark darum bemüht, den nächsten
Schritt für dieses Ziel, nämlich eine Geophysikalische Prospektion des Areals durch die Universität Bamberg
durchführen zu lassen. Wir mussten warten, weil sich deren zugesagten Untersuchungen auf dem Gebiet
der Stadt Eltmann, nämlich an der Wallburg und dem Burgstall, sich zeitlich umfangreicher gestalteten
und insgesamt drei Jahre notwendig waren. Und diesen Zeitpunkt mussten wir abwarten.
An dieser Stelle möchten wir nicht unerwähnt lassen, dass in Baunach von Anfang an Widerstand gegen
die Durchführung dieser Untersuchungen zu verzeichnen ist und dieser Widerstand auch in der
Gegenwart noch weitergeführt wird.
Prospektionsvorhaben 2021
Seit kurzem haben wir den festen Termin für die Durchführung dieser Arbeiten. Diese werden in der
Zeit vom 30.08. bis 10.09.2021, KW 35 und 36, durch den vorgenannten Lehrstuhl im Rahmen einer
Ausbildungsmaßnahme durchgeführt. Es liegen die Genehmigungen der Unteren
Denkmalschutzbehörde, der Unteren Naturschutzbehörde und der Bayerischen Staatsforsten,
Forstbetrieb Forchheim, vor. Der Termin ist damit fest.
Was verbirgt sich hinter dem Begriff „Geophysikalische Prospektion“?
Durch die zerstörungsfreie Methodik der Geoelektrik werden die baulichen Reste im Untergrund
erfasst und in ihren Dimensionen dokumentiert.
Durch zwei in regelmäßigen Abständen von ca. 10 cm tief in den Boden gesteckten Elektroden wird
Strom in den Untergrund eingespeist. Zwei weitere Elektroden erfassen den scheinbar spezifischen
Widerstand des Untergrundes, also die Leitfähigkeit der unterirdisch vorhandenen Strukturen und
Schichten. Besonders isolierendes Mauerwerk weist markante Widerstandswerte
auf und lässt sich daher mit dieser Methode gut detektieren. Der Lehrstuhl für
Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit verwendet ein Multi-Elektroden-Gerät, bei dem bis zu 60
Elektroden miteinander verkabelt werden können. Der Bewuchs wird durch den in den Untergrund
geleiteten Strom nicht geschädigt.
Auch diese Arbeiten, zur Erkundung unserer Stufenburg werden durch die Arbeitsgruppe, dem
Frankenbund und der Stadt Baunach tatkräftig unterstützt. Bei der Stadt Baunach dürfen wir uns für
die Unterstützung in den Jahren 2020/21 sehr herzlich bedanken. Das Umfeld der Stufenburg
befindet sich im Gemeindegebiet der Stadt Baunach und die Burg selbst auf dem Grund und
Boden der Bayerischen Staatsforsten. Dass umfangreiche Vorarbeiten notwendig sind, damit an der
Stufenburg täglich rund zehn Studenten und Ehrenamtliche das Areal der Stufenburg erforschen
können, kann sich jeder Interessierte vorstellen.
Ehrenamtliche und geschichtsbewusste Bürger sind willkommen! – was ist zu tun?
Die Planungen, Vorbereitungen und die Logistik werden von der Arbeitsgruppe in Zusammenarbeit mit
der Stadt Baunach durchgeführt. Täglich sind vor Ort die Elektroden auszubringen, miteinander zu vernetzen
und gegebenenfalls für die ausreichende Leitfähigkeit der Elektroden zu sorgen. Also durchaus leichte
Arbeiten, die auch noch in einem fortgeschrittenen Alter erledigt werden können. Getreu dem Motto
„Viele fleisige Hände bereiten ein schnelles Ende“ sind wir auch für jeden Ehrenamtlichen dankbar,
der diese Arbeiten aktiv unterstützt. Aufgerufen sind daher alle Personen, aus den Stadtteilen und den
angrenzenden Gemeinden, die bereit sind, zur Erforschung der Geschichte unseres Raumes einen
Beitrag zu leisten. Sie dürfen sich daher fernmündlich melden bei Peter Limpert (09544/2293) und
Wilhelm Scholz (09544/5112).
Auch wurden von der Universität im Rahmen der Denkmalpflege Praktikumsplätze für Schüler unseres
Schulverbandes angeboten. Mit der Schulleitung wurde diesbezüglich Kontakt aufgenommen.
Aufgrund der Tatsache, dass unserer Termin sich noch in den Schulferien befindet, konnte dieses
Angebot nicht umgesetzt werden. Es bleibt zu hoffen, dass interessierte Schüler sich von selbst
melden. Sie sind herzlich willkommen.
Wer sich nicht in der Lage sieht, die Erforschungen an der Stufenburg durch seine aktive Mitarbeit
unterstützen zu können, aber trotzdem seinen Beitrag leisten möchte, darf sich in Form einer
finanziellen Zuwendung beteiligen. Der Kassier des Frankenbundes bedankt sich bereits im Voraus für
die schonende Entnahme von Mitteln aus seiner Kasse.
Für die Arbeitssgruppe Stufenburg
Peter Limpert
für die Frankenbundgruppe Baunach
Wilhelm Scholz